Halterner Judo-Club 66 e.V.

Heimatfest am 03.09.2016

Am Samstag, den 03. September, präsentierte sich der Halterner Judo-Club mit zwei Aufführungen um 11:00 Uhr und 12:15 Uhr auf dem Heimatfest. Auf der Bühne des Halterner Marktplatzes zeigten 14 Judoka einem gespannten Publikum einen kleinen Auszug von dem, was der Judosport zu bieten hat. Moderiert wurde die Präsentation durch Hans Gondzik (Europa- und Weltmeister 2013, Deutscher Meister 2014/2015 und Vize-Weltmeister 2015 der Veteranen.

Nach dem Einmarsch der Akteure auf der Bühne gab Hans Gondzik zunächst eine kurze Information zum Judosport:

Jigoro Kano gründete 1882 den Kodokan und legte somit den Grundstein für das Judo. Er definierte drei Ziele:

  • Training des Körpers
  • Lernen, wie man einen Gegner besiegt,
  • Erlernen eines angemessenen Verhaltens und Entwickeln guter Manieren.

Aktuell sind im Judo 67 Wurftechniken, 17 Haltegriffe, 20 Würgetechniken und 18 Hebeltechniken anerkannt.

Für das Judo benötigt man einen Partner. Der Angreifer (tori) versucht seinen Gegner (uke) mit einer entsprechenden Technik in die Rückenlage zu bekommen, oder ihn zur Aufgabe zu bewegen. Jeder Judoka muss dabei sowohl die Rolle von Tori, als auch die von uke erlernen und sicher beherrschen. Geübt und angewendet werden die Techniken z.B. in einem Randori (freies Üben) oder in Wettkämpfen (shiai)

Jedes Training und auch jeder Wettkampf beginnt mit dem Angrüßen im Kniestand (zarei) oder im Stand (ritsurei), um seinen Trainingspartnern oder seinem Wettkampfgegner u.a. seinen Respekt zu zeigen.

Nach dem Angrüßen wurde zunächst die Grundlage des Judos, die Fallschule, vorgeführt. Ein Judoka muss in allen Richtungen (vorwärts, seitwärts, rückwärts) fallen können, ohne sich dabei zu verletzen. Warum die Beherrschung der Fallschule so wichtig ist, erkannten die Zuschauer bei der Präsentation verschiedener Wurftechniken. Der jüngste Akteur, Benjamin Knoch, zeigte mit seinen fünf Jahren, dass für die Umsetzung einer Wurftechnik nicht zwingend eine extreme Körpergröße oder besonderer Kraft erforderlich ist. Vielmehr ist die richtige Technik entscheidend, und so legte er seine Trainerin, Silke Tappe, mit einem seoi-nage (Schulterwurf) auf die Matte.

Um einen einheitlichen Standard in den Judotechniken zu erhalten und zu verbreiten, entwickelte Kano die sogenannte Kata (Form, Demonstration), in der Judotechniken in vorgeschriebenen Abläufen umgesetzt werden müssen.

Daniel Humpohl und Thomas Schmeling zeigten die nage no kata (Form des Werfens). Diese Kata ist u.a. die Grundlage für das Bestehen der Prüfung zum ersten Dan, auf die sich die Beiden aktuell vorbereiten. Daniel und Thomas präsentierten von den fünf Wurfgruppen der Kata allerdings nur die ersten Drei: te-waza (Hand- und Armwürfe), koshi-waza (Hüftwürfe) und die ashi waza (Bein- und Fußwürfe)

Im Anschluss zeigten die Judoka einige Wurfeingänge (uchi-komi), die nach mehreren Wiederholungen schlussendlich mit dem Wurf abgeschlossen wurden. Gezeigt wurden dabei:

o-soto gari (große Außensichel), seoi-nage (schulterwurf), o-goshi (großer Hüftwurf), harai-goshi (Hüftfeger) und tomoe-nage (Kopfwurf).

 

Die Vorführung endete dann mit dem gemeinsamen Abgrüßen. Das Publikum bedankte sich für die Vorführung mit entsprechendem Szenenapplaus. Vielleicht kommt ja auch der ein oder andere demnächst zum Training.

Vielen Dank an das Organisationsteam und an alle Akteure:

Benjamin Knoch, Ronja Hunt, David Vahrenholt, Florian Knoch, Noah Koessling, Devin Hunt, Timo Piwecki, Katharina Meusener, Ruben Mruck, Arved Lücke, Max Redlich, Tobias Uber, Marcel Schmidt, Thomas Schmeling, Daniel Humpohl, Silke Tappe

Ein Kommentar

  1. Auf der Jahreshauptversammlung wurde das Video von den Vorführungen des Judo-Clubs anlässlich des
    “ Heimatfestes “ vorgeführt. Es war eine gute Basisdarstellung des Judo ! Die kleinen Kinder sind immer die, die am besten beim Publikum ankommen.
    Die Leitung lag bei Silke und die Moderation bei Hans in besten Händen. Weiter so !!

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